IEM Rig · 8 min
IEM-Rack planen: Grundlagen für In-Ear-Monitoring
Ein IEM-Rack bringt den individuellen Monitormix vom Mischpult zu den In-Ear-Hörern auf der Bühne. Wenn du den Signalweg zuerst planst, wird schnell klar, welche Geräte du wirklich brauchst.
Vom Eingang bis zum Ohr
Ein Mikrofon geht über eine Stagebox oder ein analoges Multicore zum Mischpult. Wenn FOH und Monitormix getrennt arbeiten, kann ein Mikrofonsplitter das Signal an beide Pulte verteilen. Der Monitormixer erstellt für jede Person einen eigenen Mix. Von dort geht das Signal entweder zu einem kabelgebundenen Kopfhörerverstärker oder zu einem drahtlosen IEM-Sender und Bodypack.
Zeichne diese Kette, bevor du die Rackgröße festlegst. Prüfe an jeder Stelle, ob Ausgang, Eingang und Signaltyp zusammenpassen. Freie Höheneinheiten helfen nicht, wenn im Signalweg ein Anschluss fehlt.
Die Grundausstattung auswählen
- Mischpult oder Audiointerface: Hier kommen die Quellen an und hier entstehen die Monitormixe. Entscheidend sind die benötigten unabhängigen Mixe und tatsächlich verfügbaren Ausgänge.
- IEM-Sender und Bodypacks: Jeder drahtlose Monitorweg braucht einen passenden Sender und Empfänger. Plane die nötigen Kanäle je nach Mono- oder Stereo-Mix.
- Stromversorgung und Case: Erfasse Höheneinheiten, Gewicht und angegebene Leistungsaufnahme aller Geräte. Prüfe die tatsächliche Versorgung und Anschlüsse am Einsatzort, statt von einem pauschalen Stromkreiswert auszugehen.
Erweitern, wenn die Show es braucht
Ein Mikrofonsplitter ist sinnvoll, wenn FOH und Monitormixer dieselben Bühnensignale brauchen. Mehrere IEM-Sender können über einen Antennenkombiner eine gemeinsame Sendeantenne nutzen. Bei digitalen Stageboxen musst du das Protokoll und die Portbelegung prüfen: AES50 und Dante sind unterschiedliche Systeme.
Einen ersten Entwurf bauen
Beginne mit Stromverteilung, einem Mixer mit genügend Monitorausgängen und genau den IEM-Wegen, die du brauchst. Wähle im Planer eine Startvorlage, tausche Geräte gegen deine Modelle aus und prüfe Rückansicht und Kabelliste. Erst danach legst du die endgültige Rackgröße fest.
Was zu einem IEM-Rack gehört, wie das Signal durch die Geräte läuft und wie du einen ersten Aufbau planst.
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